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Nachdem ich im vorigen Artikel Yumi Roths neues Projekt in Frankfurt angedeutet habe, möchte ich heute die ersten Bilder und Eindrücke vorstellen.

Um überhaupt beginnen zu können, mussten Yumi und ich erst einmal die Erlaubnis des Kulturamtes abwarten. Eines der drei Ausstellungsorte,die sich Yumi ausgesucht hat, ist die Plakatwand einer Baustelle am Mainkai. Die Wahl auf diese Plakatwand ist gefallen, weil das Werk in diesem Kontext eine neue Bedeutung bekommt, wie Yumi findet.

Als die Erlaubnis gegen Mittag per E-Mail kam, geht es auch schon los.

Wer Kaugummiautomaten aus seiner Kindheit kennt, kann sich denken, woher diese gelbleuchtenden Smiley-Ringe stammen.

Zwei Reihen mit jewels vier identischen Plakaten ergeben durch das Fehlen von Freiraum zwischen den einzelnen Bildern ein gekacheltes Motiv und wirken dabei wie photoshopped.  Mit dieser Anordnung brechen sie keineswege die Kontinuität, folgen gar dem Schema der anderen angebrachten Veranstaltungsplakate. Doch was abgebildet ist, wirbt nicht für Alben, Konzerte oder Comedyshows. Wenn es eine Werbung sein sollte, dann viel eher eine nicht-kommerzielle, die vom Betrachtung fordert, sich schier zu erinnern.

Das Farbspiel zwischen gelb-rot-weiß zieht trotz des aggressiven Rot und dem satten Schwarz auf der Fläche die ganze Aufmerksamkeit auf sich.

Die Künstlerin hat vor, in den nächsten Tagen die restliche freie Fläche mit den eigenen Plakaten zu bekleben.

Was sieht die Reaktion aus? Werden sie zerrissen, besprayed, beschriftet oder einfach überklebt?

Wir sind gespannt.

Bilder: Meltem T.

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