Forgive my lips. They find joy in the most unusual places
Marion Cottilard in “Ein guter Jahrgang”

Auf ganz irrsinnige Art und Weise meint der Mensch, schöne Orte machten das Leben selbst schöner. Wenn ich diesen Ort sehe, möchte ich noch einmal daran glauben.

Wenn wir an Frankreich denken, fallen uns immer genau zwei Orte ein, an denen wir uns liebend gerne aufhalten würde. Zum einen natürlich Paris, zum anderen die Cote d’Azur. Während mein erster Gedanke von meinem Aufenthalt in Paris im Jahre 2009 geprägt wurde, ist es das Leben fremder Menschen, welche mein Bild Südfrankreichs prägen.
Um genau zu sein: fiktiver Menschen, an deren Existenz in der realen Welt ich dennoch nicht anzuzweifeln vermag. Die romantische Vorstellung, dass es Charaktere wie diese gibt, die ganz nach dem Credo “C’est la vie” leben, ermutigt und inspiriert.

Der Film “a good year” geht mir seit je her nicht aus dem Kopf. Es ist nicht nur die romantische Liebesgeschichte zwischen der Französin und dem Briten, es ist viel mehr der Ort, wo sich diese abspielt. Denn Geschichten wie diese gibt es überall. Doch das Chateau La Conorgue in Bonnieux an einem Weinanbau gelegen, ist einmalig.
Direktor Ridley Scott musste sich fast 1000 Immobilien ansehen, bis die Wahl fallen konnte. Der Blick aus dem Haus reicht über den Luberon.

Besonders fasziniert bin ich vom Pool, der so natürlich aussieht, als entspringe er der Erde als eigenständiger Teil der Natur. Die Szenen zwischen Onkel und Neffe, Neffe und Geliebte geben diesem Ort eine Stimme, nach der sie sich sehnt. Ob durch Worte, oder einen Kuss, oder der Sehnsucht nach dem einen oder anderen.

Wenn ich diesen Ort in naher Zukunft auffinden würde, gäbe es nur die Erinnerung an eine womöglich nie gelebte Geschichte. Doch dieser Ort gehört zu denjenigen, die Einsamkeit zu einem Glücksversprechen machen, welches niemals gebrochen werden kann.
Es kann nur eine Geschichte mit sich selbst begonnen werden. Eine tragische, aber tiefe Liebe.

Da sich die Erreichbarkeit in der Gegenwart als eine Utopie darstellt, kann nur noch zum Verlust der Selbst zum Buch Peter Mayles gegriffen werden.

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