„Darf ich mich zu Ihnen setzen? Ich würde gern der sein, der diesen besonderen Abend mit Ihnen verbringen darf. Es ist schließlich ihr Geburtstag.“ Sie errötete und neigte den Kopf zur Seite. Um sie besser sehen zu können, setzte ich mich auf den Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches. Ihre vollen Lippen kräuselten sich zu einem leichten Lächeln wie es manchmal eine Welle auf der Oberfläche des Wassers tat. „Wer kann eine so schöne Frau wie Sie nur sitzen lassen?“ Ich erzählte Frauen immer das, was sie hören wollten. Sie wollten hören, wie schön sie waren. Meistens funktionierte es. Noch dazu an einem so besonderen Tag wie diesem. „Einer, der eine noch Schönere haben kann, wenn er es nur möchte.“ Ihre Stimme klang zart und gleichzeitig verbittert. Als sie es sagte, verlor sie sich etwas, und engelsgleiche Töne brachen ineinander, wie eine Platte, der man die Stimme raubte, weil sie keiner mehr hören wollte, weil sie keiner verstand.

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